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Vom 12. bis zum 15. Juni 2008 findet in Köln zum achten Mal das Literaturfestival “Literatur in den Häusern der Stadt” statt. Hier werden Lesungen in privaten Wohnzimmern und Gärten literaturbegeisterter Kölnerinnen und Kölner organisiert.
Nähere Informationen dazu findet ihr auf den Seiten des Kunstsalons, einer Kölner Privatinitiative zur Förderung von Kunst und Kultur.
Interessierte können sich dort auch als Gastgeber für eine Wohnzimmerlesung melden.
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Lass uns
doch einmal
Grashalme spüren
zwischen den Zehen
unter dem Kirschbaum
schmeckt dein Mund
wie ein Lausbubenstreich
abgestreift
liegen alle Bedenken
neben den Socken
zerstreut im Grün
Hände
spielen Verstecken
unterm Rocksaum
Entblößtes
räkelt sich
im Warmblau
deiner Augen
frag nicht
nach dem Morgen
Unbeschwertes
erfüllt
nur dieser Moment
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mai.tanz
mir kein versprechen
in den morgen
tau umhüllt
die jungen triebe
knicken noch
zu leicht im wind
blütenrosa nimmst du
mir jenen schmerz
aus dornen
umrankten nächten
wacht langsam
ein neuer tag
versprich mir einen tanz
im festtagskleid
möchte ich
einmal unbeschwert
sein im mai
fällt regen warm
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Anfang April ist ein junger Mann in die Wohnung im dritten Stock gezogen. Eine wahre Augenweide mit dunklen Locken und einem spitzbübischen Lachen, das mir den Atem raubt. Zum ersten Mal bin ich ihm im Treppenhaus begegnet, als er mir mit Farbeimern und Tapetenrollen bewaffnet auf den Stufen entgegenkam und wir beinahe zusammengestoßen wären. „Sind sie immer so stürmisch?“, hatte er mir hinterhergerufen und zum Glück nicht bemerkt, dass mir ganz heiß geworden war.
Seitdem geht mir dieser Kerl nicht mehr aus dem Kopf.
„Lad ihn doch einfach mal zum Kaffee ein.“, riet mir meine Freundin mir am Telefon, als ich ihr von ihm vorschwärmte. Als wenn das so einfach wäre, wenn einem das Herz schon bei der harmlosesten Unterhaltung Purzelbäume schlägt.
Als ich gestern vom Büro nach hause kam, schleppte er gerade eine ganze Kiste Bücher vom Auto ins Treppenhaus und fluchte leise vor sich hin.
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“
Er drehte sich um und streckte mir die Kiste entgegen.
„Ich habe noch sechs Stück davon im Kofferraum. Die sind verdammt schwer. Aber ich mag mich einfach nicht von meinen Büchern trennen.“
„Das kann ich verstehen.“
Er lächelte mir mitten ins Herz.
„Dann lesen Sie auch so gerne wie ich?“
„Leidenschaftlich.“
„Genauso leidenschaftlich, wie sie junge Männer mit Farbeimern beinahe die Treppe hinunterstoßen?“
„Wenn sie mitten im Weg stehen.“
Sein Handy klingelte, besser gesagt es trällerte: „Komm lieber Mai und mache…“
Er stellte die Bücherkiste ab und nahm das Handy aus der Jackentasche.
„Hallo, mein Schatz.“
Es entstand ein kurze Pause.
„Ja, du kannst auf jeden Fall am Wochenende kommen. Bis dahin wird alles fertig sein. Ich rufe dich heute Abend an, okay. Ich hab dich lieb.“
Zum Glück sah er meine Enttäuschung nicht, als er die Kiste wieder vom Boden nahm und damit an mir vorbei ins Treppenhaus ging.
Eine Stunde später stand ich auf meinem Balkon und ertappte mich dabei, dass ich immer wieder „Komm lieber Mai…“ sang, während ich die Blumen goss.
Ich hätte mir ja denken können, dass ein so attraktiver Mann längst vergeben war.
Plötzlich entdeckte ich seinen Lockenkopf. Er winkte mir von seinem Balkon aus zu.
„Sie singen wohl auch genauso gerne, wie Sie lesen oder schwerbepackte Männer umrennen.“
„Und Sie verdrehen Frauen gerne den Kopf.“
„Tue ich das?“
Seine Stimme klang amüsiert.
Ich ging in die Küche zurück und schloss die Balkontür.
Kurz darauf klingelte es. Das konnte nur meine Nachbarin sein, die mal wieder ihren Schlüssel vergessen hatte. Ich öffnete die Tür und ging ins Wohnzimmer, um den Ersatzschlüssel aus der Schublade zu holen.
„Was würdest du bloß ohne mich machen?“
„Wieder in meine Wohnung zurückgehen und den Wein alleine trinken.“
„Sie sind das?“
Der Lockenkopf lachte.
„Ja, ich bin das. Sie haben den ganzen Nachmittag nach mir gerufen und da bin ich ihrem Wunsch gefolgt.“
„Ich habe Sie gerufen?“
„Haben Sie nicht?“
„Nein!“
„Wer hat denn dann aus vollem Hals „Komm lieber Mai…“ gesungen? Vielleicht die ältere Dame von nebenan? Dann habe ich mich wohl in der Tür geirrt.“
Er tat so, als wolle er wieder gehen.
„Aber was hat das Lied mit Ihnen zu tun?“
„Mehr als sie denken. Ich bin der Mai“, grinste er. „Jochen Mai.“ und reichte mir seine Hand.
„Sie waren heute Nachmittag so schnell verschwunden, nachdem meine Tochter angerufen hat.“
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In der Stille später Stunden
wacht jeder Gedanke an dich
über meinen Schlaf
heimlich nur
flüstere ich deinen Namen
mit sehnsüchtigen Lippen
in die Laken der Nacht
die jeden Laut verschlingt
Meine Hände greifen
suchend nach dir
klammern sich an Augenblicke
die viel mehr gewesen
als zarte Nähe zwischen uns
Leise Tränen bedecken
meine bloße Haut
die ohne dich friert
Langsam streift der Nachtwind
meine schweren Lider
das Verlangen dich zu spüren
wächst in mir
fern liegt noch der Morgen
hoffend wiegt mein Herz
mich in den Schlaf zu dir…
Nachts streichelt dein Schatten meine Träume
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Sie zupft
an deinem Röckchen
hängt ihr Glück
von der Zahl der Blätter ab
Er liebt mich
Er liebt mich nicht
stehst am Ende du
entblößt
ihr Schicksal
lässt dich
nicht unberührt
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- für einen sehr guten Freund -
mit dir
schafft Nähe
zuviel Schweigen
Worte zerfallen
in Belanglosigkeiten
bevor sie
schwerwiegend
zwischen die Zeilen
geraten
mir ist
schon ganz
schwindelig
vom
Balanceakt
um den heißen Brei
den wir
selbst gekocht
haben
warum
löffeln wir
ihn nicht
gemeinsam aus?
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bist du
mein kind
fällst immer aus dem rahmen
deiner gedanken
die rastlos den jahren voraus
stolpern
warum ist der himmel blau
fragst du
doch sein grau lastet schwer
auf unseren müden tagen
wiege dich in armen
die halt suchen
wie du
mein kind
gehst deine wege
durchs leben atemlos
sind wir gemeinsam
weil dir kein schuh passt
lieb ich dich
so du bist
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Der 23. April ist in diesem Jahr zum Welttag des Buches ernannt worden.
An diesem Tag wird es - wie auch in den vergangenen Jahren - viele Veranstaltungen in Buchhandlungen, Bibliotheken, Verlagen und Schulen geben.
Lesungen - Lesefeste - Bücherparties
Den Veranstaltungskalender zum UNESCO Welttag des Buches findet ihr ab Mitte März 2008 auf der Webseite des Börsenvereins.
Feierlich eröffnet wird der Welttag des Buches am 17. April 2008 vom Börsenverein in der Alten Oper in Frankfurt.
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es liegt ein schweigen über dem tag
und atmet sich in zerrissene träume
noch hallt dein wort in mir
aber wärme häutet sich
stunde um stunde
bleibt nur das sehnen
zwischen den zeiten
und das wissen um die spuren
unter deinem frischgebügelten hemd
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In diesem Jahr findet das internationale Literaturfest, die lit.COLOGNE ,
vom 29.02. bis 09.03.2008 in Köln statt.
Das ausführliche Programm - auch für die lit.kid.COLOGNE - kann auf der Webseite der lit.COLOGNE als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Karten gibt es an allen bekannten Kartenvorverkaufsstellen und bei Köln Ticket.
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Müde bin ich wie der Tag, der sich noch ein letztes mal der Sonne entgegenstreckt.
Seine Wärme lindert den Schmerz und lässt mich für einen Augenblick vergessen, warum ich hierher gekommen bin. Hierher an den Ort, wo wir uns geliebt haben - ein einziges Mal.
Wieder spüre ich deinen Mund. Die Haut brennt, obwohl ich friere.
Der Pullover schützt vor dieser Kälte nicht. Sie kommt von innen, wie meine Stimme, die nach dir ruft. Aber der Abend verschlingt jedes Wort. Auch die leisen Worte, die meine Lippen in Gedanken formen.
Heute möchte ich Abschied nehmen von jenem Abend, an dem ich so glücklich war mit dir. Meine Träume sollen mit der Sonne hinter den Bäumen davonziehen.
Ich mag diese Stille, wenn das Licht der Nacht langsam weicht. Sie bedeckt meine Angst vor dem Morgen.
Wohltuend breitet sie ihre Arme aus und hält mich fest.
An dieser Stelle möchte ich später einmal liegen. Unter dem Gras, das noch feucht ist von dem Gewitterregen am Nachmittag. Hier, wo deine Lippen damals für ein paar Stunden an meinem Mund ruhten und ich mein Herz in deinem Lächeln fand.
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hinter gedanken
träume ich mich
in den geruch deines hemdes
will haut nicht zugeknöpfte worte
schweigen lieber
damit ich das pochen höre
an deiner schläfe
das bleibt
wenn du gehst
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das schweigen drängt den tag nicht
es ruht in meinem schoss
sucht nach spuren
deines atemlosen mundes
ertrunken warst du
nur einen moment
zwischen belanglosem reden
und dem blick zur tür
kein wort
kein versprechen
nur dein mund
doch ich bleibe
und warte
drehe die zeit zurück
für ein paar minuten nur
immer
und immer
und immer wieder
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