Veröffentlicht in Persönliches, Termine, Getagged Lesung, Lyrik, Termine am September 30, 2007 | Kommentar schreiben »
Am Samstag, den 17.11.2007, findet im Restaurant „Maximilians“ in Kerpen eine Lesung von AutorInnen des Forums „Lyriktreff“ statt.
Ich werde dort auch ein Stück Kurzprosa und drei meiner Gedichte vortragen und bin schon sehr gespannt.
Hier der Originaltext der Einladung:
Einladung zur Dichterlesung
„Farbenspiel des Lebens“
Restaurant Maximilians Maximilianstr. 21
50169 Kerpen-Türnich
Samstag, den 17.11.07 um 19.00 Uhr
Begabte Autoren aus ganz [...]
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Veröffentlicht in Kurzprosa, Getagged Kurzprosa, Nachdenkliches am September 30, 2007 | Kommentar schreiben »
Es ist ein Tag wie jeder andere im August. Scheinbar.
Nach langer Zeit bin ich wieder einmal zu der kleinen Bucht am Rheinufer gefahren und beobachte ein paar Enten, die sich auf dem Wasser treiben lassen.
Warm ist der Sand, in den ich mit meinen Zehen kleine Kreis male.
Das Lachen habe ich beiseite gelegt zu den Schuhen.
Zu [...]
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Skeptisch sah ich aus dem Fenster.
Vielleicht hatte ich mich doch zu voreilig darauf eingelassen, Adels Eltern in Ain el Bedha zu besuchen. Längst hatte der klapprige Kleinbus die asphaltierte Strasse verlassen und fuhr über holprige Feldwege vorbei an kleinen Dörfern, die von Feigenkakteen umgeben, fernab der Touristenstädte lagen.
Es war Mitte Juni und die Hitze im [...]
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik am September 28, 2007 | Kommentar schreiben »
wortfinger erfahren
gewagten augenblick
gedankenlust kriecht
über haut gleiten hände
zum wir
sekundenkurzes tasten
spiel im kopf nur
erlebtes nicht spurlos
auf den lippen reizt
die glut bleibt
im jetzt zurück.
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Veröffentlicht in Kurzprosa, Getagged Kurzprosa am September 27, 2007 | Kommentar schreiben »
Er ist wieder da.
Aufdringlich wie in jedem Jahr verscheucht der November am Morgen die Bettwärme und macht sich auf dem Laken breit. Lästig ist mir seine Kälte an den Zehen, die unter der Decke hervorschauen. Doch darum schert er sich nicht. Er möchte in meinen Gedanken nisten, die noch viel zu sehr am Sommer hängen. [...]
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Khaled, Lyrik, Marokko am September 26, 2007 | Kommentar schreiben »
einsam
bedeckt sein schatten
heute
nur ödes land
wo
unsere lippen
einst
heimlich
ihren durst gestillt
und
„chabba bent bladi“
im radio
ein stück
freiheit
in unsere köpfe
spielte
fortgegangen
bist du
für deinen traum
heimatlos
geworden
ich blieb
verbannt
hinter schleiern
mit unserem lied
auf stummen lippen
bis heute
der baum
trägt schon lange
keine Früchte mehr
*chabba bent bladi* ist ein Lied des algerischen Sängers Khaled
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik am September 26, 2007 | Kommentar schreiben »
endgültig fallen
letzte träume mit
dem laub ins halt.los
lassen muss auch ich
du gehst
ins draußen
herbstbunt tanzen
nur noch drachen
auf den feldern
wind.still
stürzen gedanken
ins tief.grau
flutet der regen
unsere wege
unpassierbar
im ersten frost
erfriert das morgen
fehlt dein lachen
suche ich jetzt schon
schlägt mir nur die müde stunde
einen augenblick tief
denn ich bleibe
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik, Traumprinz, Aschenputtel am September 24, 2007 | Kommentar schreiben »
Wie viele
haben gehofft
du würdest
vor ihrer Tür
stehen bleiben
und ihnen
den gläsernen Schuh
reichen
den ich
beim letzten Tanz
verlor.
Doch
ich bin
lieber barfuss
durch
meine Träume gegangen
als mich
von dir
in einen
goldenen Käfig
zwängen zu lassen.
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik, Marokko, Marrakesch am September 23, 2007 | Kommentar schreiben »
süss
schmeckten die Feigen
aus deiner hand
nahm ich sie
wie ein stück
vom paradies
im jardin majorelle
pflanzten wir träume
an kobaltblauen brunnen
brannten worte
auf unseren lippen
lust
finger folgten
heimlich
im pergolaschatten
den gedanken
zögernd nur
ein letzter augenblick
wild
schob sich dein mund
unter den saum
hautnah
wie die sengende hitze
in den strassen von marrakesch
warst du mir
nur ein einziges mal
komm
lass uns wieder
von den feigen naschen
im jardin majorelle
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du schaffst dir
neue räume
in flächenmaßen
fühlst dich endlich
befreit
wie dein lachen
auf dem bild
zwischen den großen
ein kind noch
mit vielen träumen
und zeichentrickhelden
neben aufgereihten zahlen
krakelige worte
der mund ist schneller
die hand zu klein
für den radius deiner gedanken
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Veröffentlicht in Kurzprosa, Getagged Ägypten, Kurzprosa, Persönliches am September 21, 2007 | Kommentar schreiben »
„Sabine, bist du soweit?“
Ich nahm meine Handtasche vom Bett und verließ das Schlafzimmer.
Salwa stand im Flur und richtete ihren Schleier.
„Ziehst du keine Jacke über?“, fragte sie und starrte auf meine entblößten Arme.
Es war Anfang August und die Temperatur in Alexandria selbst nachts beinahe unerträglich.
Mein „Nein“ klang vorwurfsvoll.
Sie lächelte.
Das machte sie immer, wenn wir nicht einer [...]
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik, Trauer am September 18, 2007 | Kommentar schreiben »
Immer noch
hängt Trauer in den Weiden
am Ufer schweigt der Boden
Risse in die Zeit
ich sitze zum Wasser
wie das Boot
der Stille
Anker gesetzt hat
zu verweilen
so treibt es mich fort
und zu den stummen Worten
deiner viel zu frühen Nacht
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Ägypten, Kairo, Lyrik am September 17, 2007 | Kommentar schreiben »
Unter schwerem Dunst
liegen Gassen
lärmgepflastert
Weihrauch quillt
aus jedem Türspalt hervor
im Kampf
gegen den Geruch
des Verfalls.
Hinter Schleiern
verbirgt sich
das süße Lächeln
der Jugend
und verschwindet
beim Ruf des Muezzin
in der Masse
gesichtsloser Gestalten.
Fremde Blicke
schlüpfen
gierig
durch dunkle Mauern
deren Steine
wehmütig
Geschichten erzählen
vom prunkvollen Leben
alter Herrscher.
Im Schatten
ihrer todgeweihten Fassaden
trotzt
die Siegreiche
der Vergänglichkeit.
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Veröffentlicht in Lyrisches, Getagged Lyrik am September 17, 2007 | Kommentar schreiben »
Frisch getüncht
sind die Häuser heute
am Ende der Gasse
hast du mich geküsst
damals waren
die Fassaden grau
doch meine Liebe
malte jeden Stein bunt
barfuss tanzte ich
über Pflastersteine
bis zum Ende der Gasse
hast du mir nachgeschaut
aber du bist
stehen geblieben
im Grau konntest du
die Farben nicht sehen
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