Müde bin ich wie der Tag, der sich noch ein letztes mal der Sonne entgegenstreckt.
Seine Wärme lindert den Schmerz und lässt mich für einen Augenblick vergessen, warum ich hierher gekommen bin. Hierher an den Ort, wo wir uns geliebt haben – ein einziges Mal.
Wieder spüre ich deinen Mund. Die Haut brennt, obwohl ich friere.
Der Pullover schützt vor dieser Kälte nicht. Sie kommt von innen, wie meine Stimme, die nach dir ruft. Aber der Abend verschlingt jedes Wort. Auch die leisen Worte, die meine Lippen in Gedanken formen.
Heute möchte ich Abschied nehmen von jenem Abend, an dem ich so glücklich war mit dir. Meine Träume sollen mit der Sonne hinter den Bäumen davonziehen.
Ich mag diese Stille, wenn das Licht der Nacht langsam weicht. Sie bedeckt meine Angst vor dem Morgen.
Wohltuend breitet sie ihre Arme aus und hält mich fest.
An dieser Stelle möchte ich später einmal liegen. Unter dem Gras, das noch feucht ist von dem Gewitterregen am Nachmittag. Hier, wo deine Lippen damals für ein paar Stunden an meinem Mund ruhten und ich mein Herz in deinem Lächeln fand.






Wunderschöne Lyrik und Texte.
Würd mich über Kontaktaufnahme freuen.
Fouzia
Hallo Fouzia,
du kannst mir gerne eine Mail über das Kontaktformular schicken. Schreibst du auch? Bin gespannt.
Liebe Grüße
Sabine